Dr. Christoph Sprich

"Du sollst nicht stehlen."
2. Mose 20,15

"Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus;
du sollst nicht begehren deines nächsten Frau
noch seinen Knecht, noch seine Magd,
noch sein Rind, noch seinen Esel, noch alles, was dein Nächster hat."
2. Mose 20, 17


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"Aber es ist nicht das Interesse der Privateigentümer allein,
das die Rechtfertigung für das System des Privateigentums darstellt.
Es dient ebensosehr den Interessen jener,
die zur Zeit kein Eigentum haben, wie denen der Eigentümer,
da die Entwicklung der ganzen Ordnung der Handlungen,
von denen die moderne Zivilisation abhängt,
nur durch die Institution des Eigentums ermöglicht wurde."
Friedrich August von Hayek, Recht, Gesetzgebung und Freiheit

"Ich für meinen Teil würde sicherlich lieber ohne Eigentum in einem Land leben,
in dem viele andere entwas besitzen, als dort leben zu müssen,
wo alles Eigentum 'Kollektiveigentum' ist -
und von der Staatsgewalt bestimmten Verwendungen zugewiesen wird."
Friedrich August von Hayek, Die Anmaßung von Wissen

"Aber man nimmt dem Wort Privileg jeden Sinn,
wenn man das Privateigentum als solches,
das alle unter den gleichen Rechtsnormen erwerben können,
deshalb Privileg nennt, weil nur einige es zu Eigentum bringen."
Friedrich August von Hayek, Der Weg zur Knechtschaft

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"Der Wunsch nach Eigentumserwerb ist immer ein Verlangen langfristiger Natur.
Beschränke einen Menschen auf momentane Besitztümer und du hast
mit einem Mal die lobenswerte Sparsamkeit beschnitten,
die jeder weise eingerichtete Staat als erstes Prinzip seiner Größe schätzte."
Edmund Burke, Property Laws

"Neben der Religion ist das Eigentum der Hauptgegenstand des jakobinischen Angriffs."
Edmund Burke, Second Letter to Sir Hercules Langrishe

"Die Sicherheit, unser Eigentum in unseren Familien zu verewigen,
ist einer der schätzbarsten und anziehendsten Umstände beim Besitz derselben,
ein Umstand, der mehr als andre zur
Verewigung der Gesellschaft selbst beiträgt."
Edmund Burke, Betrachtungen

"Wir haben eine hohe Meinung von den Befugnissen der gesetzgebenden Macht;
aber das ließen wir uns nie träumen, dass Parlamente ein Recht hätten,
Eigentum anzugreifen ... ."
Edmund Burke, Betrachtungen

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"Man kann [die Eigentumsrechte] sämtlich auf
das Recht auf seine Person und seinen Ruf zurückführen. ...
Einschränkungen des Rechts auf freien Handel oder der Ehefreiheit usw.
sind alles Übergriffe auf das Recht der freien Betätigung seiner Person,
kurz:
das zu tun, was man will,
solange es nicht einer anderen Person schadet."
Adam Smith, Vorlesungen über Rechts- und Staatswissenschaften

"Weil das Eigentum jedes Menschen an seiner eigenen Arbeitskraft
ursprüngliche Grundlage allen anderen Eigentums ist,
ist es auch vor allem anderen heilig und unverletzlich.
Das Erbteil eines armen Mannes liegt in der Kraft und Geschicklichkeit seiner Hände;
und ihn daran zu hindern, diese Kraft und Geschicklichkeit so zu gebrauchen,
wie er es, ohne seinen Nachbarn zu schädigen, für richtig hält,
ist eine eindeutige Verletzung dieses heiligsten Eigentumsrechtes."
Adam Smith, Untersuchung über Wesen und Ursachen des Reichtums der Völker

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"Erst der Liberalismus erkannte die gesellschaftliche Funktion
des Sondereigentums (Privateigentums) an den Produktionsmitteln.
Es bringt die Güter in die Verfügungsgewalt derjenigen,
die sie am besten zu verwenden wissen,
es leitet sie in die Hand des besten Wirts.
...
Der Eigentümer entzieht niemand etwas.
Niemand kann sagen, daß er entbehrt, weil ein anderer besitzt.
...
Wenn das Eigentum anders verteilt wäre, dann würden minder tüchtige Wirte,
deren Wirken weniger ergiebig ist, einen Teil der Produktion kommandieren;
das müßte die Menge der Produkte vermindern."
Ludwig von Mises, Die Gemeinwirtschaft

"Nicht Traktoren und Dynamos braucht Russland am dringendsten,
sondern das Privateigentum an den Produktionsmitteln;
nicht 'Spezialisten', sondern Unternehmer fehlen ihm."
Ludwig von Mises, Nationalökonomie

"In der Marktwirtschaft ist das Eigentum an den Produktionsmitteln
ein Werkzeug der gesellschaftlichen Produktion,
die vom Markt, d. h. von der Gesamtheit der Bürger, abhängt
und deren Früchte durch den Markt wieder allen Bürgern zuströmen.
Eigentümer kann nur der werden und bleiben, der das Eigentum
täglich durch Bewährung auf dem Markte neu erwirbt.
...
In der Marktgesellschaft wird man Eigentümer,
weil man erfolgreich für die Bedürfnisse der Mitmenschen zu sorgen weiß,
und mit der Erwerbung von Eigentum übernimmt man die Verpflichtung,
auch ferner besser für die Versorgung des Marktes zu wirken als andere.
Jeder Eigentümer ist ein Beauftragter der Gesellschaft
und muß gewärtig sein, daß er das Eigentum wieder verliert,
wenn er es nicht dem Auftrage gemäß verwaltet.
...
Die Eigentümer gehen aus einem täglich erneuerten Wahlverfahren hervor,
und das Mandat, das Ihnen durch die
Verleihung der Verfügungsmacht
über Produktionsmittel erteilt wird,
ist ein imperatives Mandat, das ihnen wieder entzogen wird,
wenn sie dem erteilten Auftrag nicht entsprechen.
Das Sondereigentum ist in der Marktwirtschaft kein Privileg,
sondern eine gesellschaftliche Funktion."
Ludwig von Mises, Nationalökonomie

"In der ökonomischen Sphäre ist das Recht,
Eigentum zu erwerben und zu besitzen, kein Vorrecht.
Es ist das Prinzip, welches die beste Befriedigung
der von Konsumentenwünschen gewährleistet.
Wer immer auch ein Vermögen verdienen, erwerben und behalten möchte,
muß dem Konsumenten dienen."
Ludwig von Mises, Die Bürokratie

"Das Programm des Liberalismus hätte also,
in ein einziges Wort zusammengefaßt, zu lauten:
E i g e n t u m .. ."
Ludwig von Mises, Liberalismus

"Liberalismus ist nicht Anarchismus.
Liberalismus hat mit Anarchismus nicht das geringste zu tun.
...
Das sind die Aufgaben, die die liberale Lehre dem Staat zuweist:
Schutz des Eigentums, der Freiheit und des Friedens.
...
[E]s ist nicht einzusehen, warum der Nachtwächterstaat
lächerlicher oder schlechter sein sollte als der Staat,
der sich mit der Sauerkrautzubereitung,
mit der Fabrikation von Hosenknöpfen
oder mit der Herausgabe von Zeitungen befasst."
Ludwig von Mises, Liberalismus