Dr. Christoph Sprich

"Gebt denn dem Kaiser, was des Kaisers ist,
und Gott, was Gottes ist."
Matthäus 22, 21

"Unser Bürgerrecht aber ist im Himmel."
Philipper 3, 20


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"Was mich betrifft, so bezweifle ich,
dass der Mensch jemals seine völlige religiöse Unabhängigkeit
und eine vollkommene politische Freiheit ertragen kann;
und ich bin geneigt zu denken, dass er,
ist er nicht gläubig, hörig werden,
und ist er frei, gläubig sein muß."
Alexis de Tocqueville, Die Demokratie in Amerika

"Bei uns [in Europa] sah ich den Geist des Glaubens
und den Geist der Freiheit fast immer einander entgegengerichtet.
Hier [in den USA] fand ich sie innig miteinander verbunden;
sie herrschten gemeinsam auf dem gleichen Boden."
Alexis de Tocqueville, Die Demokratie in Amerika

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„Das muß nicht bedeuten, daß der Liberale keinen religiösen Glauben hat.
Im Gegensatz zum Rationalismus der Französischen Revolution
liegt der wahre Liberalismus nicht im Streit mit der Religion
und ich kann die militante und wesentlich unliberale antireligiöse Einstellung,
die den kontinentalen Liberalismus den 19. Jahrhunderts anfachte, nur bedauern.
Daß sie nicht zum Wesen des Liberalismus gehört,
zeigt sich bei seinen englischen Vorfahren, den Old Whigs,
die eher zu eng mit einem bestimmten religiösen Glauben verbunden waren.
Was den Liberalen hier vom Konservativen unterscheidet, ist jedoch,
daß er, so tief auch seine eigenen spirituellen Überzeugungen sein mögen,
sich nie für berechtigt halten wird, sie anderen aufzudrängen,
und daß für ihn das Ewige und das Zeitliche verschiedene Bereiche sind,
die auseinander gehalten werden sollten.“
Friedrich August von Hayek, Die Verfassung der Freiheit

"Ich bin überzeugt, daß der Mensch seine Kulturentwicklung nur dem Umstand verdankt,
daß er glaubt, was er nicht beweisen kann,
und daß die moderne Krise dem Entstehen eines Rationalismus zu verdanken ist,
der im wesentlichen von René Descartes herkommt:
Glaube nichts, was du nicht verstehen und begründen kannst.
Der Mensch verdankt seine Kulturentwicklung dem Umstand,
daß er Begründungen angenommen hat, die er nicht beweisen konnte,
daß er einem Glauben gefolgt ist."
Friedrich August von Hayek, Evolution und Menschenbild

"... beruht unsere ganze Zivilisation darauf - und muß darauf beruhen -
daß wir vieles glauben, von dem wir nicht wissen können,
ob es im kartesischen Sinne wahr ist."
Friedrich August von Hayek, Recht, Gesetzgebung und Freiheit